Nicht am Ende der Nahrungskette

Windsheimer Zeitung vom 25.06.2016

Volker Matthäus löst Dr. Ernst Strauß im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank ab

Die Bankvorstände Heinrich Reisenleiter (Zweiter von links) und Martin Hofmann (rechts) mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats Hans Bauereiß (links) sowie Volker Matthäus (Zweiter von rechts), der Dr. Ernst Strauß im Aufsichtsrat ablöst. Foto: Windsheimer Zeitung/Ulrich Brühschwein

BAD WINDSHEIM (ubr) – „Die Bank hat sich hervorragend geschlagen, wir sind mit der Entwicklung unserer Bank unter den gegebenen Umständen wie etwa dem historisch niedrigen Zinsniveau zufrieden.“ Das erklärten die Vorstände der Raiffeisenbank Bad Windsheim, Heinrich Reisenleiter und Martin Hofmann, mehrfach bei der Vorstellung des Jahresabschlusses bei der 25. Vertreterversammlung.

Die Zahlen belegten die Aussage der Vorstände, wonach die Bank sich in allen Marktpositionen habe behaupten und ausbauen können. So stieg die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozent auf knapp 390 Millionen Euro. Die Kundengelder erhöhten sich um 2,8 Prozent auf rund 307 Millionen Euro. Einen deutlichen Zuwachs von 4,8 Prozent erzielte die Bank beim Kreditgeschäft, das sich auf fast 191 Millionen Euro summierte. Der Jahresüberschuss 2015 beläuft sich auf rund 1,33 Millionen Euro, der Bilanzgewinn auf zirka 635 000 Euro. Das bilanzielle Eigenkapital betrug zum Ende des Geschäftsjahres 40,3 Millionen Euro. Das bankeigene Warengeschäft ging bedingt zum Beispiel durch die niedrigen Ölpreise um 4,5 Prozent auf rund 9,5 Millionen Euro zurück.

Heinrich Reisenleiter und Martin Hofmann sagten zur Finanzpolitik in Europa, die Europäische Zentralbank habe mit ihrer Niedrigzins-Politk das freie Spiel der Märkte ausgeschaltet. Gewinner seien die Staaten der Eurozone, die Verlierer die privaten Haushalte. Allein in Deutschland hätten die Sparer in den vergangenen sechs Jahren 147 Milliarden an Zinsen verloren. Unter den Banken habe der Wettbewerb enorm zugenommen. Die Raiffeisenbank Bad Windsheim stehe aber nicht am Ende der Nahrungskette und sei nicht bedroht, geschluckt zu werden. Die Zahlen zeigten, dass man auf einem guten Weg sei, stellten die Vorstände fest.

Dividende von vier Prozent

Das sahen auch die Vertreter der Genossenschaftsbank so und erteilten Aufsichtsrat und Vorstand einstimmig die Entlastung. Einstimmig wurde auch die vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagene Gewinnverwendung gebilligt. Von den etwas mehr als 1,33 Millionen Euro Jahresüberschuss werden knapp 700 000 Euro vorweg Rücklagen zugeführt. Ausgeschüttet wird eine Dividende auf die Geschäftsguthaben der Mitglieder von vier Prozent (118 000 Euro) und verbleibende runde 517 000 Euro fließen ebenfalls in Rücklagen.

Wiedergewählt wurden in den Aufsichtsrat dessen Vorsitzender Hans Bauereiß (Bad Windsheim) sowie die Aufsichtsräte Günther Gesell (Ergersheim) und Siegfried Kilian (Linden). Altersbedingt schied aus dem Aufsichtsgremium Dr. Ernst Strauß (Bad Windsheim) aus. Neu wurde in das Gremium Volker Matthäus (Obernzenn) gewählt. Er ist Inhaber des gleichnamigen Bad Windsheimer Geschäfts für Uhren, Optik, Schmuck und Hörgeräte.