Stabiles Wachstum und Beratung vor Ort

Windsheimer Zeitung vom 20.05.2017

Die vier Genossenschaftsbanken im Landkreis stellen positive Bilanz für 2016 vor

Kreisverbandsvorsitzender Klaus Gimperlein (links) und sein Stellvertreter Heinrich Reisenleiter freuen sich über die aktuellen Zahlen. Foto: Gerhard Krämer

NEUSTADT – Keine Sensationsmeldungen, aber auch keine Hiobsbotschaften verkündeten die vier selbstständigen Genossenschaftsbanken im Kreis bei der Bilanzpressekonferenz. Kreisverbandsvorsitzender Klaus Gimperlein sprach von einem stabilen Wachstum. Steigerungen bei den Einlagen und beim Kreditgeschäft sah er als Vertrauensbeweis der Kunden den Genossenschaftsbanken gegenüber.

Die Raiffeisenbanken Bad Windsheim, Dietersheim, Uehlfeld-Dachsbach und VR meine Bank Fürth/Neustadt/ Uffenheim präsentieren sich im nicht einfachen Finanzmarkt als stabile Partner für den Kunden, betonten der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der VR meine Bank Gimperlein sowie stellvertretender Verbandsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Bad Windsheim Heinrich Reisenleiter.

Für das Geschäftsjahr 2016 konnte Gimperlein bei den Einlagen eine Steigerung von 4,2 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro bekannt geben. Zudem weist die Bilanz 1,06 Milliarden Euro Kredite und damit ein Plus von 2,6 Prozent aus. „Das ist für uns der Vertrauensbeweis schlechthin“, sagte Gimperlein. Geldanlagen in Wertpapieren, Bausparverträgen und Versicherungen stiegen um 40 Millionen Euro. Das Volumen der Geldanlagen nahm um rund 100 Millionen Euro auf rund 2,31 Milliarden Euro zu.

Die um 3,3 Prozent auf 1,94 Milliarden gestiegene Bilanzsumme ist für Gimperlein nur eine rechnerische Größe. Die Genossenschaftsbanken kämen wie kaum eine andere Bank ihrer volkswirtschaftlichen Aufgabe nach – das sei die eigentliche Sensation.

Als positiv bewertete Reisenleiter, dass das Provisionsergebnis von 12,3 auf 12,9 Millionen Euro gestiegen sei. Denn als Folge der Niedrigzinsphase ließen Erträge nach. „Wir haben immer noch eine auskömmliche Situation.“ Deswegen spricht Reisenleiter auch nicht von Veränderungen bei Geschäftsmodellen, sondern von Weiterentwicklungen. Nicht unzufrieden ist er auch mit dem Ergebnis vor Ertragssteuern, obwohl die Summe von 15,1 auf 14,7 Millionen Euro im vergangenen Jahr gesunken ist.

Trotz der digitalen Möglichkeiten schätzten die Kunden die räumliche Nähe zu ihren Ansprechpartnern und Beratern. „Die Beratung bleibt als Kerngeschäft“, betont Reisenleiter. „Wir wollen keine Direktbank sein“, setzen auf persönliche Beziehungen und Qualität.

Bei Krediten setzten die Kunden laut Gimperlein auf längere Zinsbindungen. Wobei man im Landkreis gerne noch mehr Kredite vergeben möchte. Der Markt werde weiterhin intensiv beobachtet, ebenso das Verhalten der Kunden. „Wir sind dort, wo unsere Kunden sind“, sagte Gimperlein. Deswegen würden Vertriebswege angepasst. Das bedeute nicht, dass Personal entlassen werde. Auch sieht Gimperlein keine zwingende Notwendigkeit zu weiteren Fusionen.

Text und Foto: Gerhard Krämer, Windsheimer Zeitung