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Windsheimer Zeitung vom 03.07.2017

Raiffeisenbank-Vorstand kritisiert europäische Zinspolitik

Simone Kachelrieß, hier mit Heinrich Reisenleiter (rechts) und Martin Hofmann, unterstützt künftig den Aufsichtsrat. Foto: Ulrich Brühschwein

BAD WINDSHEIM – In einem schwierigen Umfeld für die Banken hat sich die genossenschaftliche Raiffeisenbank Bad Windheim im Jahr 2016 behaupten und ihre Bilanzsumme um 6,3 Prozent auf über 413 Millionen Euro erhöhen können. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen zeigten sich die Vorstände Heinrich Reisenleiter und Martin Hofmann mit erzieltem Jahresabschluss bei der Vertreterversammlung „zufrieden“.

In seiner Begrüßung erklärte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Hans Bauereiß, Genossenschaftsbanken seien werteorientierte Banken, denen immer mehr Menschen ihr Vertrauen schenkten. Diese Aussage des Aufsichtsratsvorsitzenden belegten die bei der Vertreterversammlung vorgelegten Zahlen. Danach hatte die Raiffeisenbank Bad Windsheim 2016 7492 Mitglieder, 32 mehr als im Vorjahr.

Nicht nur die Bilanzsumme stieg im Geschäftsjahr 2016. Auch das Eigenkapital erhöhte sich auf 43 Millionen Euro. Um 4,8 Prozent auf 198 Millionen Euro wuchs die Summe der ausgegebenen Kredite. Die Kundengelder erhöhten sich auf 320 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss betrug rund 1,58 Millionen Euro, der Bilanzgewinn 582 000 Euro. Erneut rückläufig war um 13 Prozent, bedingt durch die niedrigen Preise, das bankeigene Warengeschäft, das sich auf 8,3 Millionen Euro summierte. Die Vertreterversammlung stimmte der vom Vorstand und Aufsichtsrat vorgeschlagenen Verwendung des Jahresüberschusses zu. Danach werden rund eine Million Euro den Ergebnisrücklagen zugeführt, 478000 Euro weiteren Rücklagen. Knapp 105000 Euro werden als Dividende in Höhe von 3,5 Prozent auf die Geschäftsanteile der Genossenschaftsmitglieder ausbezahlt.

Vorstand Reisenleiter glaubt, dass sich auch 2017 am Zinsniveau nichts ändern werde. Die Europäische Zentralbank manipuliere den Markt weiter, Verlierer der europäischen Zinspolitik seien die Sparer, kritisierte er. Die immer schwierigeren Rahmenbedingungen und wachsende Konkurrenzsituation bekäme auch die Raiffeisenbank Bad Windsheim zu spüren. Darauf reagiere man aber nicht mit Jammern, sondern mit einer Qualitätsoffensive, erklärte Reisenleiter. Zur Zweigstellenstruktur wurde vom Vorstand angemerkt, dass die Raiffeisenbank Bad Windsheim gezwungen sei, die Wirtschaftlichkeit in ihren Filialen zu überprüfen. „Unsere Aussage ist, dass es derzeit keine konkreten Planungen gibt, Geschäftsstellen zu schließen“, erklärte Reisenleiter aber

 

Text und Foto: Ulrich Brühschwein, Windsheimer Zeitung