Mittelpunkt für Begegnung und Bewegung

Windsheimer Zeitung vom 30.07.2018

Fitnessparcours an der Lebenshilfe-Werkstatt ist eingeweiht – Großzügige Sponsoren

LENKERSHEIM – Der Rasen muss noch wachsen, aber ansonsten kann es jetzt schon losgehen mit den „bewegten Pausen“, die Hans Martin Kandert, Leiter der Förderstätte der Lebenshilfe in Lenkersheim, den Beschäftigten der Werkstatt und der Förderstätte sowie dem Personal ans Herz legte. Ein Fitnessparcours mit unterschiedlichen Geräten, die sowohl den Rücken massieren als auch die Beine kräftigen können, ist im Außenbereich am westlichen Ende des Lebenshilfe-Areals entstanden.

Angesichts des großen Projekts wurde die Einweihung nicht im kleinen Kreis, sondern mit allen Mitarbeitenden und Förderern gefeiert. Begleitet vom gemeinsamen Chor der Werkstatt und der Bildungsstätte und angesichts des doch sehr sommerlichen Wetters mit gespendetem Eis für jeden. Zu Beginn war noch jedes Gerät mit einem rot-weißen Band abgesperrt. Diese wurden dann jeweils durchgeschnitten. Es wurde erklärt und vorgeführt, wie das mit der Bewegung und der Fitness auf der jeweiligen Maschine funktioniert und dazu sang der Chor noch ein passendes Lied.

Gemeinsam fit bleiben

Hans Martin Kandert, Leiter der Förderstätte, hatte sich zuvor bei den Unterstützern bedankt und erklärt, was den Bewegungsparcours so wertvoll macht. In der Werkstatt mit der Förderstätte, dem Bildungsbereich, dem Arbeitsbereich und den Mitarbeitern im Personalbereich hätten alle unterschiedliche Aufgaben. „Diese Aufgaben wollen wir aber gemeinsam schaffen und für diese Gemeinsamkeit brauchen wir einen Mittelpunkt für Begegnung und Bewegung“, sagte er. Entstanden ist die Idee für den Bewegungsparcours, da der Fußballplatz wegen der neuen Zufahrt zur Förderstätte aufgegeben werden musste, wie Kandert erklärte. Ursprünglich sei geplant gewesen, auf dem Restfußballplatz einen Fitnessparcours zu bauen. Doch sei der Standort nicht zentral und für viele zu weit weg gelegen und schwierig zu beaufsichtigen. So sei ein Arbeitskreis gegründet worden, der verschiedene Fitness- und Bewegungsparcours besucht hatte. Darin waren auch Menschen mit Behinderung eingebunden gewesen, die ihre Meinung sagen konnten und was ihnen gefallen würde. Der Parcours, nahe am Haupteingang gelegen, soll einen Ausgleich zur überwiegend sitzenden Tätigkeit der Mitarbeiter bieten – im Sinne eines „inklusiven, betrieblichen Gesundheitsmanagements“, wie Kandert sagte.

Die Vorstände der Raiffeisenbank Bad Windsheim Heinrich Reisenleiter (rechts) und Martin Hofmann (links) überreichen Hans Martin Kandert Leiter der Fördereinrichtung Hans Martin Kandert den Spendenscheck.-Foto: Raiffeisenbank Bad Windsheim eG

Zur Verwirklichung des großen Projekts haben viele beigetragen. Ein Großteil der Kosten – sie betragen rund 50000 Euro – hätten Sponsoren übernommen, erklärte Gisela Heusinger- Herz, stellvertretende Vorsitzende der Lebenshilfe im Landkreis. Zwei der Geldgeber waren anwesend: Daniela Rupsch vom gleichnamigen Architekturbüro, das 3000 Euro gespendet hatte, sowie Heinrich Reisenleiter und Martin Hofmann, der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Bad Windsheim und sein Stellvertreter. Die Genossenschaftsbank hatte 2500 Euro für den Fitnessparcours gespendet. - Claudia Lehner/Windsheimer Zeitung